Die Malediven haben für mich auch nach acht Reisen nichts von ihrer Magie verloren. Jede Insel, jedes Resort und jeder Tauchgang fühlt sich wieder anders an – und genau das macht diesen Ort so besonders. Dieses Mal führte mich meine Reise zuerst nach Summer Island und anschließend ins Lux South Ari Atoll. Trotz eher wechselhaftem Wetter war der Aufenthalt einmal mehr unvergesslich. Bei konstant tropischen Temperaturen von rund 28 Grad oder mehr bleibt der Koffer dort jedenfalls jackenfrei.
Vor allem unter Wasser warteten die schönsten Momente: kleine Riffhaie, Schildkröten, elegante Rochen und riesige Schwärme bunter Fische machten jeden Tauchgang besonders. Und dann gab es sogar noch eine Begegnung mit einem Leopardenhai – definitiv eines der Highlights der Reise.
Flug mit Emirates
perfekter Service auch in der Economy Class
Schon der Flug mit Emirates über Dubai war überraschend angenehm. Gebucht habe ich die Verbindung ganz bewusst über Dubai, weil die Preise aktuell extrem attraktiv sind – nur 690 Euro in der Economy Class für die gesamte Strecke auf die Malediven.
Viele Reisende sind wegen des Nahost-Konflikts derzeit noch zurückhaltend, über Dubai zu fliegen, wodurch die Maschinen ungewöhnlich leer waren. Genau das machte den Flug aber besonders entspannt: viel Platz, ruhige Atmosphäre und ein Komfort, der sich in der Economy Class fast schon wie Business Class angefühlt hat.
Summer Island Maldives
Entschleunigung zwischen Palmen und Lagunen
Die ersten zwei Nächte verbrachte ich auf Summer Island, erreichbar ganz unkompliziert per Speedboot vom Flughafen Malé. Das 4-Sterne-Resort überzeugte sofort mit seiner entspannten Atmosphäre, gepflegten Anlage und einem wunderschönen Hausriff direkt vor der Insel. Alles wirkte sehr ordentlich und sauber, das gesamte Team war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.
Besonders positiv überrascht hat mich die Tauchschule unter deutscher Leitung. Aufgrund der aktuell nur etwa 50-prozentigen Auslastung fanden die Tauchgänge oft ganz privat nur gemeinsam mit der Tauchlehrerin statt – ein Luxus, den man sonst kaum erlebt. Die Unterwasserwelt rund um die Insel war beeindruckend und die Betreuung sehr persönlich. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass viele Resorts und Mitarbeiter derzeit unter der geringeren Auslastung leiden.
Ein echtes Highlight war außerdem die größte Korallenaufzuchtstation der Malediven direkt vor der Insel – ein spannender Einblick in nachhaltigen Tourismus und den Schutz der Unterwasserwelt. Kulinarisch konnte das Resort ebenfalls überzeugen: Das Essen war ausgezeichnet, und durch die vielen deutschsprachigen Gäste herrschte eine besonders angenehme und familiäre Atmosphäre.
Besonders nett war auch die Begegnung mit „Ara“, dem Haustier eines Mitarbeiters, das auf der Insel fast schon selbst zur kleinen Attraktion geworden ist.
Lux South Ari Atoll
Maledivenfeeling auf höchstem Niveau
Wer auf den Malediven mehrere Inseln oder Resorts kombinieren möchte, muss in den meisten Fällen zuerst wieder zurück nach Malé reisen, bevor es weitergeht. So war es auch bei meinem Wechsel ins Lux South Ari Atoll, das per Wasserflugzeug erreichbar ist.
Bereits der Transfer war ein Erlebnis für sich: Vom Flughafen aus geht es zunächst in eine wunderschöne Lounge direkt am Wasserflugzeug-Terminal, bevor der Weiterflug über die türkisfarbenen Atolle startet. Die Malediven verfügen übrigens über den größten Wasserflugzeuganbieter der Welt – allein das macht die Anreise schon besonders.
Im Lux South Ari Atoll durfte ich das Resort auf Einladung testen – und die Anlage hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Meine Tage bestanden aus Tauchen, Tennis, Stand-up-Paddling und ganz viel Entspannung. Vor allem die Unterwasserwelt rund um das South Ari Atoll war beeindruckend: glasklares Wasser, leuchtende Korallen und eine unglaubliche Vielfalt an Meeresbewohnern machten jeden Tauchgang unvergesslich.
Die große Freiheit im Paradies
Luxus trifft Weite
Das Resort liegt im South Ari Atoll, einer der bekanntesten Regionen der Malediven – vor allem wegen der spektakulären Unterwasserwelt und der hohen Wahrscheinlichkeit, Walhaie zu sehen. Bereits bei der Ankunft fällt auf, wie großzügig die gesamte Anlage gestaltet ist. Anders als viele klassische Malediven-Resorts wirkt Lux nicht isoliert oder steril luxuriös, sondern lebendig, offen und gleichzeitig unglaublich entspannt.
Mit rund 193 Villen und Suiten zählt das Lux South Ari Atoll zu den größeren Resorts der Malediven. Interessant war dabei zu erfahren, dass die aktuelle Auslastung momentan nur bei etwa 50 Prozent liegt. Dadurch verteilt sich alles sehr angenehm über die weitläufige Insel. Selbst in Restaurants, am Strand oder bei den Pools hat man nie das Gefühl von Überfüllung. Vielmehr entsteht eine fast private Atmosphäre, obwohl das Resort über eine enorme Infrastruktur verfügt.
Die Insel selbst ist beeindruckende 1,8 Kilometer lang und zählt damit zu den größten Resortinseln der Malediven. Genau deshalb wird jedem Gast ein eigenes Fahrrad zur Verfügung gestellt. Dieses kleine Detail macht den Aufenthalt unglaublich angenehm, denn man bewegt sich entspannt barfuß oder mit dem Fahrrad zwischen Restaurants, Strand, Spa oder der eigenen Villa hin und her. Überall führen kleine Wege durch tropische Vegetation, vorbei an Palmen und weißen Sandstränden.
Die Villen im Lux South Ari Atoll
Wohnen im Paradies
Zusätzlich fahren von 6 Uhr morgens bis Mitternacht ständig kleine Elektro-Cars über die Insel. Egal ob man zum Frühstück, zum Spa, zum Tauchcenter oder abends zum Dinner möchte – innerhalb weniger Minuten wird man bequem an den gewünschten Ort gebracht. Gerade aufgrund der Größe der Insel ist dieser Service perfekt organisiert und macht den Aufenthalt nochmals komfortabler.
Besonders spannend war für uns die ausführliche Besichtigung aller Zimmerkategorien. Dadurch bekommt man erst ein richtiges Gefühl dafür, wie vielseitig das Resort aufgebaut ist. Die klassischen Beach Villas liegen eingebettet zwischen Palmen direkt am Strand und bieten dieses typische Robinson-Crusoe-Gefühl mit viel Privatsphäre und direktem Zugang zum Meer.
Die Water Villas wiederum verkörpern genau das Bild, das viele Menschen mit den Malediven verbinden: großzügige Holzterrassen über dem Wasser, direkter Einstieg in die Lagune und ein unglaublicher Blick auf den Sonnenuntergang. Noch exklusiver sind die Romantic Pool Water Villas, die zusätzlich private Pools und besonders viel Platz bieten. Hier verschmelzen Luxus und Natur auf beeindruckende Weise.
Sehr interessant waren auch die Family Villas und die größeren Suiten, die zeigen, dass das Resort nicht nur auf Honeymooner ausgelegt ist, sondern zunehmend auch Familien und längere Aufenthalte anspricht. Viele Kategorien wurden modernisiert und verbinden heute tropisches Design mit zeitgemäßem Luxus. Helle Farben, natürliche Materialien und offene Raumkonzepte sorgen überall für ein sehr entspanntes Wohngefühl.
Von Asien bis Italien
Die Küche im Lux South Ari Atoll
Im LUX* South Ari Atoll gibt es eine sehr klare, aber gleichzeitig vielseitige Auswahl an Restaurants, die sich alle stark voneinander unterscheiden:
MIXE – Das Hauptrestaurant mit internationalen Buffets. Hier gibt es täglich wechselnde Gerichte aus aller Welt in entspannter Atmosphäre, oft mit Blick auf den Ozean.
EAST Market – Ein asiatisch inspiriertes Restaurant im Streetfood-Stil. Verschiedene Stationen bringen Gerichte aus China, Japan, Thailand und Vietnam zusammen – lebendig und abwechslungsreich.
Umami – Das japanische Restaurant mit Fokus auf Sushi, Teppanyaki und fein abgestimmte Aromen. Ruhiger, eleganter Stil und ideal für ein besonderes Dinner.
Allegria – Italienische Küche auf Fine-Dining-Niveau. Von frischer Pasta bis zu mediterranen Klassikern, oft romantisch direkt am Strand gelegen.
Beach Rouge – Tagsüber entspanntes Beach-Restaurant, abends verwandelt es sich in einen stylischen Dinner- und Beachclub mit mediterranem Flair direkt am Wasser.
Diese Mischung sorgt dafür, dass man jeden Abend ein völlig anderes kulinarisches Erlebnis hat – ohne die Insel jemals zu verlassen.
Liebe zum Detail im Paradies
Die kleinen Dinge machen den Unterschied
Was das LUX* South Ari Atoll wirklich einzigartig macht, sind die vielen kleinen, kreativen Details, die man überall auf der Insel entdeckt. Eines der bekanntesten Symbole des Resorts ist die ikonische rote Telefonzelle, die mitten zwischen Palmen und Sandwegen steht. Auf den ersten Blick wirkt sie fast surreal in dieser tropischen Kulisse, doch dahinter steckt ein charmantes Konzept: Gäste können von dort aus kostenlos in die ganze Welt telefonieren. Immer wieder sieht man Besucher, die spontan stehen bleiben, ihre Liebsten anrufen und direkt aus dem Paradies berichten – ein kleines, aber sehr persönliches Highlight.
Eine weitere besondere Idee ist die tägliche Schatzsuche auf der gesamten Insel. Jeden Tag werden irgendwo auf dem Resortgelände kleine Überraschungen oder Geschenke versteckt. Über Hinweise im Resort oder auf Social Media machen sich Gäste dann zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg, um diese zu finden. Dieses spielerische Konzept sorgt nicht nur für gute Laune, sondern führt auch dazu, dass man immer wieder neue Ecken der weitläufigen Insel entdeckt und schnell mit anderen Gästen ins Gespräch kommt.
Ergänzt wird dieses kreative Inselkonzept durch eine eigene Kaffeerösterei direkt im Resort. Dort wird der Kaffee frisch vor Ort geröstet und zubereitet – ein Detail, das man in dieser Form nur selten auf den Malediven findet. Der Duft von frisch gerösteten Bohnen gehört dort genauso zum Inselgefühl wie das Meeresrauschen und verleiht dem gesamten Aufenthalt eine zusätzliche, sehr besondere Note.
Genau diese Mischung aus Luxus, Kreativität und entspannter Leichtigkeit macht das Resort so besonders. Es entsteht nie das Gefühl von steifer Exklusivität, sondern eher das einer lebendigen tropischen Insel, auf der es jeden Tag etwas Neues zu entdecken gibt.